Eine angereicherte Mittwoch-Wanderung am 9. Dezember 2015

Einmal mehr hatten wir das Vergnügen, Werner und Herta auf einer Reise zu begleiten. So ausgedrückt,  stimmt dies natürlich nicht ganz. Aber wir konnten mindestens „bildlich“ an ihrer ganz speziellen Reise teilnehmen. Werner führte uns an einen ziemlich unbekannten Teil unseres Globusses, nämlich an die Antarktis, also den südlichsten Punkt unserer Erde, eigentlich zum sechsten Kontinent des Planeten Erde.

 

Eines der Fernziele war die Stadt Ushuaia. Nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, gelangt man nach einer Zwischenlandung in Buenos Aires,  Argentiniens Hauptstadt. Ushuaia befindet sich ebenfalls in Argentinien und liegt etwa auf dem 55. südlichen Breitengrad. Das Klima dort ist jedoch wesentlich feuchter und kälter als etwa in den skandinavischen Städten Oslo oder Stockholm, welche noch weiter vom Äquator entfernt im Bereich des 59. oder 60. nördlichen Breitengrades liegen. In Ushuaia bestiegen wir ein Schiff („wir“ ist hier nur bildlich zu verstehen), das uns erst einmal zu den Falkland-Inseln brachte und von dort aus zur Inselgruppe Süd-Georgien. Beide gehören zum Vereinigten Königreich.  Von dort aus ging die Reise zum eigentlichen Kontinent namens Antarktis.  

 

Pinguine sind immer wieder in Scharen anzutreffen. An gewissen Stellen waren sie so eng bei einander, wie wir das nur während der bekannten „Druckete“ in Basel in der Fasnachts- oder in der Vorweihnachtszeit erleben. Pinguine scheinen auch immer etwas zu debattieren haben. Sie halten sich aufrecht und   legen sehr viel Wert auf ihr Äusseres; sie geben sich keine Blösse, erscheinen immer in festlicher Stimmung, im Frack – vorne weiss, hinten schwarz. Diese Eleganz vermisst man ab und zu beim Flanieren durch unsere Städte.

 

Aber auch andere Tiere sind im Antarktis-Gebiet anzutreffen: Albatrosse, Kormorane, Möwen, Skuas, Robben (Seebären, See-Elefanten, See-Leoparde, Weddelrobben, Pelzrobben). Sogar Wale zeigen sich dort und viele mehr. Es ist auch sehr interessant zu sehen, wie sich die verschiedenen Tiere bewegen. Auf diesem Kontinent  scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die Frage lautet nur: wie lange noch? Immerhin – so hat uns Werner erzählt – ist das Gebiet sich selbst überlassen; das heisst, dass kein Land territoriale Ansprüche zu melden hat. Die Antarktis steht den Menschen nur für Forschungszwecke zur Verfügung. Diese Stationen sind bereits zahlreich. Der Kontinent ist  voller Berge und Riesengletscher Auch die zahlreichen weiss leuchtenden Eisberge, welche aus dem Meer herausragen, erscheinen uns wie gigantische Mauern. Sie zeigen uns einmal mehr wie klein der Mensch in der realen Welt ist.

 

Die Eindrücke sind mannigfaltig, vor allem auch weil uns diese Welt nicht vertraut ist. Darüber könnte noch viel berichtet werden. Die Fotos, die uns Werner gezeigt hat, haben uns eine ziemlich unbekannte Welt etwas näher gebracht. Uns – den zahlreichen Mittwoch-Wanderern -  ging es wieder einmal gut an diesem Nachmittag im Sportzentrum des FC Reinach: Werner spendete die „Schnecken“ und Nussgipfel, Heini zahlte die erste und Rolf berappte die zweite Runde. Fast paradiesische Zustände, denn die Kälte war ja nur im Bild zu sehen.

 

Willy Lützelschwab