Maibummel

 

DER DRITTE GANZTÄGIGE VOM 20. MAI - AUCH MAIBUMMEL GENANNT

Morgentemperatur 8-9° und Höchsttemperatur 15°. Und diese Werte bezogen sich an diesem Mittwoch auf Therwil, nicht etwa auf Hölstein oder Diegten, wohin die Reise ging. Eigentlich für einen Maibummel nicht unbedingt üblich. Aber die marschierenden Männer hatten diese Bedingungen bravourös hingenommen und das Beste daraus gemacht, was ihnen gar nicht so schwer fiel, denn es regnete kaum an diesem 20. Mai und sogar die Sonne guckte  ab und zu hinter der Wolkendecke hervor.

 

 

 

 Ich darf mich in dieser Hinsicht schon gar nicht beklagen, denn ich chauffierte Marcel Dobusch und Seppi Meier via Autobahn direkt zum Mittagstisch. Ähnlich erging es Heini, der die gleiche Strecke  mit Hans Schärli und Uwe befuhr, wobei Heini noch zusätzlich den Apéro zu servieren hatte.

 

 

 

Leider konnte weder Hugo Schaffner, noch Jaggi Wagner an diesem Ausflug teilnehmen. Wenn ich mich recht erinnere waren es 14 Veteranen, die von Hölstein nach Diegten gewandert sind. Im Ganzen fanden sich demzufolge 20 „Mannen“ an den Tischen. Die Wandergruppe verliess dann etwa gegen 14.15 Uhr das Restaurant, um sich nach Sissach zu begeben. Willy Häfelfinger, unser Mitglied aus Diegten, war natürlich auch von der Partie und das hat uns alle sehr gefreut.

 

 

 

 

 

 

 

Das Mittagessen in der Weinburg, einem Lokal, welches wir bereits beim Kaffee + Gipfeli im März kennengelernt hatten, unterschied sich von früheren in dem Sinne, dass gleich von Anfang an Pommes frites auf die Teller kamen.

Hatten wir dies möglicherweise der Absenz unseres Obmanns zu verdanken?! Das Essen war übrigens sehr fein. Dies betrifft auch das Wiener Schnitzel und den auserlesenen Salatteller.

 

Nach dem Verspeisen des Hauptgangs erhob sich Fredy Meier und informierte uns, dass er von vielen Seiten immer wieder angefragt wurde, ob das inzwischen sehr beliebte „Fischessen“ in der Fischerzunft in Rheinfelden nicht wiederholt werden könnte. Das ist möglich, aber nicht an einem Mittwochnachmittag, so berichtete Fredy weiter. Die andere Alternative wäre, das Essen an einem Freitag zu planen. Das Lokal ist dann bereits am Mittag geöffnet. Eine kurze erste Umfrage hat ergeben, dass sich eine Mehrheit für den Freitag erwärmen würde. Eine weitere Option wäre eventuell eine Art „Sie + Er“ – Version ins Auge zu fassen. Darüber wurde nicht abgestimmt. Als Datum nannte Fredy beispielsweise den 18. September wobei der „Ganztägige“ vom 16. einfach zwei Tage später stattfinden würde. Fredys Idee werden wir sicher in naher Zukunft noch vertiefen und konkretisieren.

Fredy Egli (es war eindeutig ein Fredy-Tag) richtete am Schluss noch einige Worte des Dankes an die Organisatoren und an die Chauffeure, die alle zum Gelingen dieses kühlen Maibummels beigetragen hatten.

Willy Lützelschwab

 

 

 

Eine Mittwoch-Wanderung der besonderen Art am 29. April 2015 

 

Am letzten Mittwoch begnügten wir uns nicht mit einer einfachen Wanderung durch das blühende Baselbiet. Das war zwar auch angesagt und unter kundiger Führung von Heini sind 15 „Mannen“ über verschiedene Schleichwege durch Bottmingen, später teils im Wald, teils über Felder nach Reinach gelangt; dort nach einer kurzen Tramfahrt wanderten sie bis zum Areal des FC Reinach, wo alle pünktlich um 14.30 Uhr eintrafen und dort von Werner erwartet wurden.

Bis zu diesem Zeitpunkt verlief alles wie an einem gewöhnlichen Mittwoch-Nachmittag. Es war weiss Gott nicht das erste Mal, dass wir in diesem breit angelegten Sportzentrum gelandet sind, wo es Tradition ist, die dortigen - diesmal von Werner offerierten Nussgipfel und Schnecken – zu geniessen. Vielen Dank Werner.  Wir sind also dort gelandet und das gibt gerade das nächste Stichwort. In der Tat sind wir sozusagen mit Lichtgeschwindigkeit vom europäischen zum südamerikanischen Subkontinent gebeamt worden. Werner hat uns einige seiner beeindruckenden Bilder von Peru und Bolivien gezeigt, Gebiete, die er mit Herta im Herbst bereist hatte. 

Von Lima aus, der Stadt im Nebeldunst, über den Titicacasee, Cusco, Machu Picchu, das Valle Sagrado de los Incas, sowie in Bolivien über La Paz (höchste Hauptstadt der Welt), Sucre, Potosí mit seinen Silber- und Zinnminen und den Salzsee von Uyuni (um nur einige Stationen zu nennen) bereisten sie die beiden Länder. Beeindruckend waren für mich vor allem die Steinmauern der Incas, bestehend aus Blöcken gigantischen Ausmasses, die allen Witterungen und Erdbeben über Jahrhunderte standhielten. Man muss sich nur fragen, mit welchen Techniken dies die Incas vor immerhin etwa 600 – 1000 Jahren fertiggebracht hatten. Aber auch die Terrassen, die von ihnen gebaut wurden, um sich vor der Erosion zu schützen und um die praktisch senkrecht fallenden Sonnenstrahlen einzufangen und das Regenwasser maximal zu nutzen. Diese Bauweise von Menschenhand erschaffen, kommt übrigens heute aus genannten Gründen an vielen Orten in der Dritten Welt wieder vermehrt zur Anwendung. Drollig sind die melonenartigen Hüte, welche die Indios-Frauen in diesen Gebieten tragen, vermutlich um sich vor der gleissenden Sonne im Hochland zu schützen. Aufgefallen sind mir auch die zum Teil kargen Böden, die mindestens während der Trockenzeit kaum mehr etwas hervorbringen, ausser man begiesst sie. 

Man könnte noch Vieles erwähnen. Auf jeden Fall war es ein interessanter Nachmittag und nach dem Bildervortrag zeigte Werner auch noch ein paar Auszüge von den letzten Veranstaltungen der Veteranen, die vielmals  zum Schmunzeln  Anlass gegeben hatten. Auf eigene Faust und mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben sich Robi Gschwind und Ueli Eschbach zu uns gesellt. Sie sind beide im Moment nicht sehr „läufig“. 

Fazit: wenn Werner noch weitere solche Reisen tätigen sollte – und es sieht ganz danach aus – würden wir noch vermehrt  zu solchen Nachmittagen kommen. Werner, dies darfst du  ruhig als Einladung betrachten ! 

Willi Lützelschwab

 

 

 

 

Der zweite Ganztägige über den Chilpen nach Wittinsburg mit ersten Frühlingsgefühlen

„Mir wai luege“ oder auf Berndeutsch „Chömmit u trinket ersch a mal es Cafe“. Das sind so typische Redewendungen, wenn Zurückhaltung, Skepsis oder einfach Verzögerung angesagt sind. So präsentierte sich der 18. März in der Natur. Der Frühling nahte, obschon die Flora noch spärlich vorankommt. Sie zögert noch etwas. Sie möchte sich zwar schon ein bisschen umsehen, aber sie traut sich nicht so recht. Zudem ist sie ziemlich durstig, die Flora. Beim nächsten Monatswechsel wird es ihr an mehr Mut sicherlich nicht mehr fehlen.

Das war der Auftakt zum  zweite festeingeplanten Ganztägigen dieses Jahres. Durchgeführt wurde er unter Topbedingungen. Mit Ausnahme einiger Schleierwolken blieb der Himmel immer blau und die Sonne wärmte ganz ordentlich. In Therwil um 8Uhr morgens versammelte sich wieder eine kleine Gruppe von Wanderern, die sich bald mittels ÖV in Richtung Bahnhof SBB und von dort ins obere Baselbiet nach Weinburg begaben. Dort – buchstäblich 2 Schritte neben der Bushaltestelle – erwarteten uns Kaffee + Gipfeli. Der noble Spender hiess diesmal Renato. Vielen Dank, auch noch an dieser Stelle. In Weinburg, das eigentlich ein Ortsteil der Gemeinde Diegten ist, wartete unser lokaler Guide, Willi Häfelfinger, auf uns. Er wohnt in Diegten (heute ca. 1‘700 Einwohner) und hat uns sehr viele interessante Dinge mit viel Engagement über die Gegend erzählt. Inzwischen wissen wir auch genau, wo Ueli Eschbach seine Jugend verbracht hat. Es ist ja bekannt, dass unser Ueli – der diesmal aus gesundheitlichen Gründen an der Wanderung nicht teilnehmen konnte – ebenfalls aus Diegten stammt. Ueli, das war sicher hart für dich, ausgerechnet hier nicht dabei sein zu können. Wir wünschen dir an dieser Stelle rasche und dauerhafte Erholung, sodass du bald wieder voll mitmachen kannst.

Willi Häfelfinger hat uns durch den Chilpen geführt, ein Naturschutzgebiet von ca. 1000 ha. Dass es überhaupt so etwas Schönes in dieser Gegend gibt, würde man nie vermuten. Wir wanderten durch eine trockene Landschaft, in der es von Föhren und Wacholdersträuchern nur so wimmelte, eine Landschaft die viel eher an die Provence als ans Oberbaselbiet erinnert. Gemäss Willi muss es im Frühsommer besonders eindrucksvoll sein, wenn die Orchideen blühen (es sollen dort an die 20 Arten vorhanden sein) und viele seltene Schmetterlinge herumflattern. In anderen Worten: auch auf individueller Basis würde sich ein Abstecher dorthin zur optimalen Jahreszeit lohnen. Etwas später verabschiedete sich Willi von uns unter viel Applaus. Er konnte nicht mit uns ins Restaurant Bürgin in Wittinsburg kommen, in dem uns ein ausgezeichnetes Mittagessen serviert wurde. Auch hier spürte man Uelis Spuren, denn es gab u.a. auch Kartoffelstock. Und etwas später in einer zweiten Phase wurde noch des Obmanns Leibspeise - Pommes frites - nachserviert!

Natürlich hatten uns auch hier einige nicht mehr so fitte Kameraden per Auto eingeholt, die diesem Anlass mindestens teilweise beiwohnen wollten. Vielleicht noch dies: vermisst haben wir einige Kameraden, die bis vor kurzem regelmässig an den Ganztägigen aktiv mitmachten. Zu erwähnen wären u.a. Hugo Schaffner, der sich jetzt zu Hause nach seiner Operation erholen muss und Kurt Lötscher, den wir seit einiger Zeit nicht mehr gesehen haben. Andere Berühmtheiten wie Uschi und Fredy Meier hatten uns im Stich gelassen, denn sie zogen es vor, an diesem Tag ins Ausland zu verreisen! 12 Wanderer und 6 „ Automobilisten“ haben am 2. Ganztägigen mitgemacht.

Kurz vor dem Aufbrechen gab Werner noch einige Hinweise über den Fortgang des Tages bekannt und bedankte sich bei Fredy Egli und Robi für ihren Einsatz als Chauffeure für die weniger rüstigen Kameraden. Um 14Uhr verliessen wir Wittinsburg. Das gesteckte Ziel: Sissach, das wir nach knappen 2 Stunden über Zunzgen gerade noch rechtzeitig erreichten, um den Zug nach Basel nicht zu verpassen. So gegen 17Uhr sind wir in Therwil eingetroffen, und ich glaube sagen zu dürfen, dass dieser Tag einer gewesen ist, den man nicht so schnell vergisst. Es stimmte einfach alles: Wetter, Natur, Kameradschaft, der Weg, die Führung, usw. Vielen Dank auch an Heini und Werner. Sie haben die Planung der von Ueli durchdachten Wanderung übernommen und hervorragend zu Ende geführt.

Willy Lützelschwab

 

 

GV vom 19. Januar 2015 in der Grossmatt

Protokoll GV
GV TVeT 2015.pdf (265.28KB)
Protokoll GV
GV TVeT 2015.pdf
(265.28KB)

 

 

 

Rührberg

DER ERSTE „GANZTÄGIGE“ VOM 21. JANUAR 2015

Grau war die Grundfarbe des Himmels an diesem Januarmorgen und es änderte sich kaum etwas während des Tages. Aber es blieb trocken und das ist für eine Wandergruppe wesentlich. Bei uns war im Kontrast zur Aussenwelt bedeutend mehr Heiterkeit zu spüren, denn alle Beteiligten schienen recht wach zu sein. Im Tram waren keine kollateralen Schäden des Frühaufstehens feststellbar, denn alle Beteiligten nahmen gleich an den bereits entstandenen Diskussionen teil. Beim Theater wurde in den 6er gewechselt. Unterwegs stieg eine Gruppe sehr artiger „Kindergärtler“ ins Tram. Diese brachten viel Farbe und steigerten noch die gute Laune. In Riehen sollten wir den Bus besteigen, der uns praktisch vor der Nase davongefahren ist, weil wir mit etwas Verspätung an der Haltestelle eingetroffen waren. Aber auch das konnte unserer guten Laune nichts antun. Wir nahmen einfach den Nächsten und schon wurde das erste Teilziel bereits erreicht: Kaffee mit Gipfeli im Café Wendelin. Zum Traditionsznüni wurden wir von Fredy Meier und Uschi eingeladen. Vielen Dank an die beiden Spender.

Danach mussten sich die 15 Wanderer ein bisschen mehr anstrengen. Es ging hinauf in Richtung St. Chrischona. Diesmal wählte unser Wanderleiter Ueli den sanfteren Aufstieg (ohne Treppen) und je mehr man an Höhe gewann, desto kälter wurde es, und langsam erreichten wir die Schneegrenze. Von einer Schneegrenze zu sprechen, ist vielleicht in unserem Fall etwas gewagt, aber immerhin sahen wir ein paar Schneereste in den umliegenden Feldern und, wenn wir Glück hatten, auch auf unserem Weg. Bei der Busstation haben wir alle – ach diese verwöhnten Wanderer! – den Apéro vermisst. Dort oben wurde recht lange pausiert, aber weder Schnaps, noch Glühwein wurde angeliefert. Weiter oben gab es eine Kompensation auf einer anderen Ebene: das Polizistenpaar, das unweit von der Landesgrenze seinen Dienst tat. Die beiden Leute waren sehr gesprächig und offenbar war es ihnen langweilig, denn es schien ihnen zu gefallen, dass da eine harmlose Gruppe von Veteranen zum Durchmarsch ansetzte. Beiläufig erfuhren wir doch einiges über ihre Tätigkeit und durften ihre Ausrüstung näher betrachten. Die armen schleppen beim Dienst an ihrem Gurt ein ansehnliches Gewicht mit sich. Roger schätzt es auf ca. 10 Kg. Da muss man echt gut trainiert sein, wenn man damit noch rennen soll. Nach diesem Intermezzo ging es direkt durch den Wald zu unserem zweiten Tagesziel, Rührberg, bzw. dem Rührberger Hof, wo uns ein feines Mittagessen erwartete.

Die Gruppe durfte in einem sehr gepflegten kleineren Saal mit Holzbekleidung von oben bis unten Platz nehmen. Ein sehr gemütliches Zimmer. Bei mir mindestens kam das Gefühl auf, wir seien irgendwo in einem Chalet in den Winterferien. Dort hatte Ueli ein gutes Mittagessen für uns bestellt. Es bestand aus Suppe oder Salat, Cordon bleu, Pommes frites oder Teigwaren und einem Dessert. (Haben wir etwa die frites der Absenz unseres Obmanns zu verdanken?!) Ueli weiss es. Über den Preis schweigen wir lieber, denn einmal mehr ist uns der aufgewertete Franken entgegengekommen. Und dafür müssten wir eigentlich der SNB Dankschön sagen. Im Rührberger Hof haben uns noch drei Kameraden erreicht, denen das Gehen Probleme bereitet. Es hat uns gefreut, Fredy Egli (er war der Chauffeur), Marcel Dobusch und Robi Gschwind bei uns begrüssen zu dürfen.

Um 14.30 Uhr ging es dann für die Wanderer weiter nach Inzlingen. Einige Kameraden zogen es vor, mit Fredy im Auto nach Therwil zu fahren. Die kleine Schar der Wanderer reduzierte sich dementsprechend auf 13. Nach Inzlingen vermissten wir Fredy Meier, der es – so nahmen wir an – vorgezogen hatte, sich unterwegs ein Pausenbier zu genehmigen. Gegen 17.00 Uhr sind wir – die Restgruppe – wieder in Therwil eingetroffen. Es war für alle wieder ein schöner Tag, eine kameradschaftliche Begegnung, wie sie besser kaum sein könnte. Herzlichen Dank an Ueli für die Organisation und an Fredy Egli für den Taxidienst. 

Willy Lützelschwab