GANZTAGESWANDERUNG VOM 18. NOVEMBER 2015

 

Wer hätte das gedacht? Ein wahrer Frühlingstag Mitte November. Morgentemperatur 14°, Nachmittagstemperatur mindestens 17°. Nicht etwa die Côte d’Azur ist hier gemeint. Nein, sondern nur der südlichste Teil des Schwarzwaldes. Ab der Mittagszeit praktisch wolkenloser, klarer Himmel, dunstfrei. Die Aussicht auf den Alpenkamm war diesmal gesichert; eine wirkliche Seltenheit in diesem Gebiet, genannt Dinkelberg. Da sieht man es wieder, wenn die Therwiler Veteranen auf Reise gehen, da übertreffen sich die Wettermacher, wo auch immer sie sich befinden.

21 Wanderlustige fanden sich morgens zur frühen Stunde  bei der Tramhaltstelle in Therwil. Der Weg führte uns zum Badischen Bahnhof und von dort nach Schopfheim, wo wir gegen 9.15 Uhr eintrafen. Das Café Trefzger, wo wir erwartet wurden, lag praktisch nur um die Ecke.

Die Bedienung war freundlich und effizient. Neu war, dass zum Kaffee Butterbretzel serviert wurden, die übrigens ausgezeichnet schmeckten. Das war eine Idee von Werner, der an diesem Morgen nicht bei uns war, denn er hatte sich der Kameraden angenommen, deren Kräfte nicht mehr für eine Ganztageswanderung reichen. Den Sponsor für das Znüni kennt ihr inzwischen.

Nach diesem Kaffeehalt machten wir uns gleich auf den Weg und schon nach kurzer Zeit sah sich Heinz gezwungen, den Fussmarsch abzubrechen und wieder nach Hause zurückzufahren. Ein Schwächeanfall. Wie wir später von ihm  hörten, ist er gut nach Hause gekommen. Auch an dieser Stelle, Heinz, wünschen wir dir gute Erholung und eine optimale Einstellung deines Herzschrittmachers, so dass du bald wieder bei künftigen „Strapazen“ mitmachen kannst. Unterwegs kam es dann noch kurz zu einer spannenden Trennung der Wanderkolonne.

Dies wurde rasch behoben, sodass bald wieder die ganze Schar zusammengefügt werden konnte. Der weitere Weg führte uns zur Hohen Flum, wo uns Werner mit den „Fahrenden“ zum Apéro erwartete.

Mit einem stärkenden Schluck Wein oder Bier ging es bald weiter in die zweite Phase dieser Wanderung.

Die Steigungen hatten wir hinter uns gelassen, und so konnte das Tempo etwas beschleunigt werden. Ab diesem Zeitpunkt gesellten sich  Hugo Schaffner und Seppi Meier zur Wandergruppe. Im „Biergärdli“ bei Adelhausen sind wir pünktlich kurz vor 13 Uhr eingetroffen.

Viel gemütlicher kann es kaum sein.

Im Beizli erhielten wir eine vorzügliche Suppe serviert. Als plat de résistance gab es  ein feines Stück Schweinefleisch mit einem wunderbaren Kartoffelsalat-Maison.

Die Portionen waren mehr als ausreichend und für die noch Hungrigen lagen noch diverse Desserts auf. Die meisten assen drinnen, aber ein paar „Mutige“ zog es nach draussen an die wohltuenden Sonne. Peter spendete uns den Kaffee. Vielen Dank. Keiner hatte so richtig Lust, das Biergärdli zu verlassen, denn – wie schon erwähnt – es war hier sehr gemütlich und mit der wärmenden Sonne wäre ein Mittagsschläfchen durchaus drin gelegen. Aber alles kann man bekanntlich nicht haben!

Die dritte Phase der Wanderung war die kürzeste und es ging vor allem bergab.

Bergab zur Schnapsbrennerei in Minseln. Der Besitzer erzählte uns viel Wissenswertes über die Kunst der Schnapsveredlung und dies tat er mit viel Humor und Witz. Wir sassen an einem langen Tisch in einer grossen Scheune,

hörten zu, stellten Fragen und genossen die uns servierten edlen Tropfen zusammen mit bereitstehenden Leckereien.

So gegen halb fünf trennten sich die beiden Gruppen: Werner fuhr Marcel, Robi und Hugoi direkt nach Therwil, während die Wandergruppe, der sich Seppi angeschlossen hatte, den Bus nach Maulburg bestieg, wo uns Markus mit einer Bierspende die Zeit des Wartens verkürzte. In Therwil sind wir dann ziemlich genau um 19 Uhr eingetroffen.

Zum Schluss noch dies: der letzte „Ganztägige“ dieses Jahres – wie könnte es anders sein mit so viel Kameradschaftsgeist – ist erfolgreich über die Bühne gegangen und allen, die sich auf irgendeine Weise am guten Gelingen dieses Ausfluges beteiligt haben, sei hier noch einmal gedankt. 

Willy Lützelschwab