Die Ganztageswanderung vom Märt 2016

Es war der 23. März, ein Tag knapp nach der Winter-/Frühlingsgrenze. Und tatsächlich: von der Frühlingsatmosphäre spürten wir nicht allzu viel. Der Morgen zeigte sich nicht gerade in üppigen „Technicolor-Farben. Das wird dann die Aufgabe von Rolf, unserem Fotografen sein. Nein, ganz im Gegenteil: die Wettermacher bevorzugten an diesem Morgen Grautöne in allen Schattierungen. Trotz dieser Umstände versammelten sich 19 wanderlustige Veteranen, die alle bereit waren, dem Tag Fröhlichkeit und Farbe zu verleihen.

 

Mit dem 10er fuhren wir bis zum Theater, dort wechselten wir in den 6er und liessen uns weiterrollen bis nach Riehen. Auch dort verliessen wir das Tram, um in den Bus nach Bettingen umzusteigen. Im Gegensatz zum letzten Jahr erwischten wir diesmal den Bus ein paar Sekunden vor seinem Start, was zu einem angenehmen Zeitbonus führte. Natürlich völlig erschöpft von der rollenden Wanderung liessen wir uns im Café Wendelin nieder – unserem Traditionslokal. Dort konnten wir den Tag recht gemütlich angehen, dies beim gesponserten Kaffee/Gipfeli. Recht herzlichen Dank, Renato.

 

Oben auf St Chrischona hielten wir an und genossen die Zwischenverpflegung, die von Werner und Fredy im Rucksack hinaufgetragen wurde. Auch das ganz im Sinne einer alten Tradition. Gemeint ist der Apéro, nicht das Schleppen von Flüssigkeiten!

Der Weg bis Rührberg ist breit und flach – ein richtiges „Schnurriwägli“, der keine besonderen Anstrengungen abverlangte.

Im Rührberger Hof, dessen Umbau noch nicht ganz zu Ende geführt war, sassen bereits Fredy Meier und Hugo Schaffner, die per Auto hinauf gefahren waren. Damit erhöhte sich die Zahl der Anwesenden auf 21.

Essen und Wein schmeckten wie immer sehr, dies umso mehr als wir schon wieder verwöhnt wurden: Fredy Egli offerierte das Dessert und Werner lud uns zu Kaffee und Schnaps ein. Auch an dieser Stelle vielen herzlichen Dank an die Spender.

Zu erwähnen wäre hier noch die Dame, die uns servierte – nicht gerade ein Scharmbolzen. Sie hatte einige Mühe mit dem Zählen der konsumierten Weinflaschen bekundet - gewollt oder ungewollt, das sei hier offen gelassen. Letzten Endes wurden wir uns alle einig. Und das ist die Hauptsache.

 

Beim Weg zurück fuhr Fredy zusammen mit Peter, denn Hugo wollte mit uns die zweite Hälfte des Tages wandernd verbringen. Der zweite Teil des Tages verlief diesmal etwas anders. Statt nach Inzlingen begaben wir uns in Richtung Rhein über Herten, Markhof und via Rhein-Kraftwerk Augst Wyhlen nach Augst. Der Weg zwischen Herten und Markhof war besonders reizend mit seinen vielen Wochenendhäuschen. Wir gingen  - etwas erhöht -  und auch uns wurde ein umfassender Blick in die weite Rheinebene geboten. Nach Markhof mussten wir eine extrem stark befahrene Autostrasse überqueren. Roland hatte da eine sehr gute Idee: er stoppte den Verkehr, damit die Veteranen-Kolonne ohne Gefahr auf die andere Seite der Strasse gelangen konnte. Roland – das habe ich noch gar nicht erwähnt und das sind seine eigenen Worte – wird uns in Zukunft vermehrt bei unseren Wanderungen begleiten. In Augst hatten wir grosses Pech, da uns der Bus zum Aeschenplatz buchstäblich vor der Nase abgefahren ist. Der morgendliche Zeitbonus war damit gegessen; aber es kam noch schlimmer, denn in Birsfelden blieben wir wegen des täglichen Staus ziemlich lange im Bus stecken.

 

Wieder einmal – und man kann es nicht genug betonen -  war dieser Ganztägige eine fröhliche und gemütliche Angelegenheit, bei welcher die Kameradschaft voll zum Zuge gekommen ist. Danke Ueli. Das grau in grau der Natur hat uns gar nicht gestört und Rolfs Bilder werden auf jeden Fall dem Tag noch viel Farbe geben.

 

Willy Lützelschwab