GANZTAGESWANDERUNG SCHWADERLOCH – METTNAU – ETZGEN

oder amerikanisch ausgedrückt: TRUMP IST TRUMPF

Uschis Bericht
Uschis Mettau-Bericht.pdf (527.59KB)
Uschis Bericht
Uschis Mettau-Bericht.pdf
(527.59KB)

----------------------------------------------------------------------

 

Dieser 9. November war der letzte Ganztägige dieses Jahres. Er führte uns in den Kanton, der allen Basler heilig ist, weil er Basel von Zürich trennt. Zuerst ging es dem Rhein entlang mit Bahn und Bus nach Schwaderloch, wo wir wie üblich eine erste Pause bei Kaffee und Gipfeli eingeschaltet hatten. Roger hatte uns diesmal dazu eingeladen. Herzlichen Dank auch an dieser Stelle.

 

In vieler Hinsicht entwickelte sich dieser Tag langsam zu einer Art „Memorial Day“.  Und dies nicht nur wegen der Wahl des neuen US-Präsidenten. Nein. Es war auch der Tag unseres Reiseleiters Ueli. Ueli führte uns oberhalb des Dorfes Schwaderloch durch einen anfänglich romantischen Weg, der mit der Zeit immer ungemütlicher wurde.


Zuerst fiel einem gar nichts Besonderes auf, dann aber entpuppte sich der Wanderweg immer mehr zu einem steiler werdenden Bergpfad dessen Ende kaum noch erkennbar war. Improvisation wurde gefragt. Aus einer Gruppe wurden deren zwei.  Die eine  zog es vor, die Böschung über links, die andere über rechts zu erklimmen. Der Blätterboden, sowie die Nässe des Grundes erschwerten den Aufstieg, der immer rutschiger wurde, so nach dem Motto 2 Schritte vorwärts, einer zurück. Die Besitzer von Wanderstöcken waren hier etwas besser dran. Viel Glück hatte Ueli selbst, der an diesem Hang in Bedrängnis gekommen war. Dank dem Einsatz von Cäsar blieb ihm möglicherweise eine ernste Kopfverletzung erspart. Am Ende dieser Strapazen fanden wir wieder einen „anständigen“ Weg, der uns zu einer Waldhütte führte. Dort hatte Werner für eine weitere Überraschung gesorgt:  er zauberte einfach eine Flasche Kirsch aus seinem Rucksack, sowie das nötige Begleitgebäck.


Das hat uns allen gut getan und etwas Kraft für die „Weiterreise“ gegeben. Vielen Dank Werner. Froh waren wir alle, dass in der kritischen Aufstiegsphase niemand ernsthaft verletzt wurde. Wenn Ueli diesmal ein Fehler unterlaufen ist, so wird ihm sicher niemand böse sein, denn nur derjenige der nichts tut, ist fehlerfrei. Und Ueli macht viel.

 

Im Restaurant „zur Linde“ in Mettnau wussten sie, dass wir etwas später eintreffen würden. Für die  Familie Schaller wäre es eigentlich Wirte-Sonntag gewesen, aber sie wollte dem TVeT keine Absage erteilen. Das Essen war echt Spitze.


Es hat allen geschmeckt. Aufgefallen ist auch die Freundlichkeit mit der wir begrüsst und verabschiedet wurden. Dies betrifft übrigens auch das Restaurant in Schwaderloch. Offenbar werden hier auf dem Lande Besucher noch immer als willkommene Gäste empfunden. Von hier aus wanderten wir gemütlich noch etwa 30 Minuten ins Nachbardorf Etzgen, wo wir etwas später den Bus nach Laufenburg und anschliessend den Zug bis Basel bestiegen.

 

Wenn ich mich recht erinnere, hatten sich 19 „Mannen“ für den Ganztägigen angemeldet und 19 waren auch beim Mittagessen anwesend.  Davon haben  16  die „heisse“ Tour absolviert. Pieder zog es vor, eine kürzere und flachere Wanderung unter die Füsse zu nehmen. Am Mittagstisch hatten sich noch Fredy Egli und Marcel zu uns gesellt.

 

Alles in allem war diese November-Wanderung eine von denen, die in Erinnerung bleiben werden. Das grosse (+) dieses Tages, war sicher, dass sich keiner verletzt hatte. Positiv war auch die Wetterlage, denn trotz der eher trüben Prognose kamen wir trocken durch den Tag. Erst in Basel fielen abends die ersten Tropfen. Ob Amerika an diesem Tag die Trump(f)-Karte gezogen hat, werden wir allerdings erst später erfahren.

 

 

Willy Lützelschwab