TAGESWANDERUNG VOM 21. SEPTEMBER 2016

GANZ IM ZEICHEN DES CHASTELBACH-BIERS

 

Wie immer bei den „Ganztägigen“ versammelte sich eine kleine Schar Turnveteranen beim Therwiler Bahnhöfli. Mit dem Bus ging es gleich weiter in Richtung Dornach und von dort mit der Bahn nach Grellingen, wo es mit einem Top-Anschluss auf den Bus nach Seewen bestens klappte, wo wir an der Station namens Seetalhöhe gegen 9 Uhr ausstiegen. Dort begann der erste Teil der Wanderung zu unserem Mittagsziel Himmelried. An diesem Morgen zeigte sich, dass wir dem Herbst immer näher kommen. Zuerst wanderten wir ziemlich an der Nebelgrenze. Doch dieser sehr helle und milde Nebel störte nicht im Geringsten, denn wir wussten alle, dass an diesem Vorhang  bald gerüttelt würde, um an diesem angenehmen Herbsttag der Sonne Platz zu verschaffen. Der Weg bis zur ersten Station, dem Eigenhof, dauerte etwa 40 Minuten. Dort lud uns Seppi zum Kaffee und Gipfel (das „ i „lassen wir auch diesmal aus) ein.

Nochmals herzlichen Dank. Die Stärkung konnten wir alle gut gebrauchen, weil Himmelried - der Name verrät es - ziemlich oben liegt.

 

Dort angekommen, stellten wir fest, dass einerseits Herr und Frau Oberson schon in den Startlöchern standen, um uns gebührend zu empfangen und anderseits dass unsere Kameraden, denen das lange Gehen Probleme schafft, mit Heini als Chauffeur bereits dort angekommen waren. Die Brauerei selbst ist im alten „Milchhüsli“ untergebracht. Es war für alle ein bisschen eng. Dank der lebendigen und leidenschaftlichen Art des Vortrages unseres Brauers …und natürlich unterstützt durch die 2 Biere, die uns von seiner Gattin kunstgerecht serviert wurden, kam nie Langeweile auf.

Interessant für mich war zu erfahren, dass die Produktion des Biers erst im 15. Jahrhundert begonnen hatte. Vorher sei vorwiegend Wein getrunken worden. Mit der Grossproduktion von Bier wurde erst im 19. Jahrhundert begonnen, sozusagen als Ersatz für den Wein, der zur Mangelware geworden war. Zu diesem Zeitpunkt verwüstete nämlich die Reblaus grosse Gebiete in Europa. Auch die Kühlung des Gerstensaftes bereitete früher grosse Sorgen. Das erinnert mich an die Tatsache, dass in der Westschweiz jahrelang Tonnen von Eis aus dem Lac de Joux extrahiert und per Fuhrwerk mühsam ins Tal hinuntergeschleppt werden mussten. Zu diesem Zweck wurde die Bahnlinie Vallorbe – Lac de Joux im 19. Jahrhundert gebaut, gerade um diesen Transport wesentlich effizienter zu gestalten.

 

Zum Mittagessen mussten wir nur wenige Schritte bis zur Brauereistube im Pflug tun, die auch dem Ehepaar Oberson gehört. Ein kleines aber gemütliches Lokal.

Hackbraten und Knöpfli mit Salat und selbstverständlich Bier wurde serviert. Gute Küche. Einige bestellten dann zum Abschluss Meringues glacées auf denen so viel Rahm lag, dass man sich fragen musste, ob hier bereits etwa für den Wintertourismus geworben werde. Willy, stimmt’s oder habe ich Recht! 

Um die Tradition aufrechtzuerhalten, richtete der Schreibende ein paar Dankesworte an die grosszügigen Spender, die keine Gelegenheit auslassen, uns allen Freude zu bereiten, Ueli für die Gestaltung des Tages, sowie an Heini für den Transport der weniger tüchtigen Wanderer unter uns. Zum Schluss erfreute es alle Teilnehmer, dass der Restvorstand ad hoc beschlossen hatte, die Fr. 15.- für die Präsentation und Degustation der Biere der Vereinskasse zu belasten.

 

Für den Rückweg trennten wir uns in 3 Gruppen. Die Gruppe, die mit Heinis Auto gekommen war, verliess Himmelried wieder auf dem gleichen Weg. Von den Wanderern beschlossen 7 mit dem öffentlichen Verkehr nach Hause zu fahren. Dann blieben noch 6, die es wissen wollten und den Weg über das besonders abwechslungsreiche Kaltbrunnental zu Fuss wählten.

In Grellingen endete der sportliche Teil auch für diese paar „Mannen“ und so gegen 17.30 traf auch diese Gruppe in Therwil ein. Ein schöner Tag ging zu Ende und wir freuen uns auf den nächsten und für 2016 letzten Ganztägigen; er findet am 9. November statt.  

Willy Lützelschwab