DER PFEFFINGER vom 26. September 2018

 

Der diesjährige „Pfäffiger“ fiel mitten in den sogenannten „Altweibersommer“. Der Tag war bilderbuchähnlich. Dank der trockenen Luft hatte man eine gute Fernsicht, und wären wir auf den Jurahöhen gewandert, so hätten wir auch die Berner Alpen erblicken können. Apropos Altweibersommer, woher kommt eigentlich dieser Ausdruck?  Es gibt dazu viele Erklärungen. Die plausibelste: „weiben“ kommt aus dem Altdeutschen und bedeutet „weben“. Man nimmt also an, dass bei dieser üblicherweise trockenen und milden Witterung auch schon früher die jungen Spinnen das „Knüpfen der Spinnweben“ in dieser Jahreszeit intensiv praktiziert hatten. Und so ist mit der Zeit der Name Altweibersommer entstanden. Für das Wort „alt“ gibt es auch eine Erklärung: die gezogenen Fäden der Spinnen scheinen ziemlich grau, was sich wieder mit der Farbe des Haares der damals älteren Frauen deckt. Wenn’s nicht stimmen sollte, dann ist es mindestens gut erfunden!

 

Nun zurück zum Geschehen des 26. Septembers. 08.15 war der Einfindungstermin am Bahnhöfli. Von dort folgten wir den Empfehlungen des ÖV (Bus nach Dornach,

 

S-Bahn nach Laufen, Bus nach Blauen-Dorf. Dort fiel ein neuer Rekord. Noch nie war der Weg vom ÖV bis zum Kaffee/Gipfeli so kurz wie der von der  Station Blauen-Dorf bis zum „Blauen Haus“. Dort waren die „Fahrenden“ bereits eingetroffen, nämlich, Ueli Eschbach und Marcel Dobusch und Willi Lutz, sowie Werner dem heutigen Chauffeur. Vielen Dank an Marcel, der uns die Gipfeli spendierte. Der Kaffee wurde von der Kasse übernommen. Dies war die erste gemütliche Runde an diesem herrlichen Tag.

 

 

Danach kam es zur Wanderung. Bis zum Blattenpass wanderte man in einer relativ geschlossen Kolonne. Von dort führten viele Wege zur Pfeffinger Hütte. Die einen zogen den unteren Weg - der sonnigste -  andere den Mittelweg mit der tollen Aussicht vor. Letztendlich erreichten alle das Ziel, wenn auch dem Doyen der Gruppe etwas geholfen werden musste. Wie immer war in und um die Hütte alles von Christoph aufs Beste organisiert worden. Hansruedi mit dem Christoph den „Pfäffiger“ in den letzten Jahren immer durchgezogen hatte, verstarb leider in der Zwischenzeit. Fredy Egli ist eingesprungen.  Auch Hansruedis Frau und Christophs Frau haben am diesjährigen Anlass tüchtig mitgeholfen.  Auch an dieser Stelle geht an sie alle unser herzlichster Dank für ihren Einsatz. Wie in früheren Jahren verbrachten wir eine gemütliche Mittagsrunde bei Apéro, Wurst oder Fleisch, welches mitgebracht wurde, Salat, Bier und Wein und zum Dessert Cake und Läckerli, sowie Kaffee +. Wie schon gesagt: die Aussentemperatur verblieb im sehr angenehmen Bereich, so dass die Wärme des Feuers oder die nonstop scheinende Sonne kein Anlass bot, schnell das Terrain verlassen zu müssen  und in den Schatten zu flüchten. Am Ende bedankte sich Werner bei allen, die tatkräftig mitgemacht hatten. Ganz toll, dass immer jemand bereit ist, sich den Mitgliedern anzunehmen, die gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, an einer Wanderung voll mitzumachen. In diesem Sinne vielen Dank auch an Werner für den Chauffeur-Dienst.

 

Beim letzten Teilstück der Wanderung formierten sich wieder – wie im letzten Jahr – zwei Gruppen. Die einen wählten den Rückweg über Ettingen, die anderen über Pfeffingen. Wieder ging ein ganz schöner Tag im TVeT-Rahmen zu Ende und es ist nur zu hoffen, dass noch viele solche Anlässe in den folgenden Jahren zu Stande kommen werden.


Willy Lützelschwab